Die Felsenstadt Petra

Sagenumwoben und geheimnisvoll

In den kommenden zwei Tagen werden wir die Welt der Nabatäer kennenlernen. Wir erfahren mehr über die Geschichte, Kultur und Natur des Landes. Bei einer Wanderung erkunden wir die einzigartige Gegend der Felsenstadt Petra.

Eintrittspreise Felsenstadt Petra (Stand 2019)
1 Tag50 JD / ca. 65 € p.P.
2 Tage55 JD / ca. 72 € p.P.
3 Tage60 JD / ca. 78 € p.P.
Tagestouristen90 JD / ca. 117€ p.P.
HinweisZum Erhalt der Felsenstadt Petra sollte jeder Besucher darauf achten, keinen Müll zu hinterlassen und rücksichtsvoll mit dem Weltkulturerbe umzugehen.
WC's, Restaurants und Cafés sind vorhanden
Empfohlener Aufenthalt2 Tage mit Guide & 1 Tag extra
Wanderung von Klein Petra
in die Felsenstadt Petra
Link zu Anbietern

Felsenstadt Petra

An einer der ältesten Handelsrouten des Orients liegt der wohl bekannteste Ort Jordaniens: die Felsenstadt Petra. Dieser geheimnisvolle Ort gehört zu den 7 neuen Weltwundern.
Petra wird automatisch mit einem bestimmten Film in Verbindung gebracht – „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“. Doch dieser sagenumwobene Ort ist mehr als nur eine Filmkulisse und besteht nicht nur aus einer Schlucht und dem Schatzhaus.

Es hat Ähnlichkeit mit dem Schatzhaus, ist aber das Kloster, welches am anderen Ende der Felsenstadt liegt.

1. Tag in der Felsenstadt Petra

Unser Hotel „Petra Guest House“ liegt direkt am Eingang des Besucherzentrums. Um 9:00 Uhr betreten wir mit unserem Guide und einer Vielzahl Touristen die Felsenstadt Petra.

Ein langer breiter Weg schlängelt sich in Richtung Schlucht. Felsen säumen den Weg und leuchten in der Morgensonne golden. Aus der Ferne können wir bereits Umrisse einer Fassade und Löcher in Felsen erkennen. Gebannt lauschen wir auf unserem Weg den Geschichten unseres Guides.

Der Beginn der Felsenstadt Petra. In Richtung Zentrum gehend: die rechte Seite der Straße nutzen die FußgängerInnen; die linke Seite der Straße wird für den Transport von BesucherInnen genutzt.

Links und rechts tauchen die ersten Grabstätten und Wohnungen der Nabatäer auf. Wir bleiben stehen, um mehr über die Geschichte und Architektur zu erfahren, die im harmonischen Einklang mit der Natur erschaffen wurde.

Die Nabatäer trieben Handel mit den Griechen. Auch in ihrer Bauweise wird der Einfluss des antiken griechischen Baustils sichtbar.

Eine Grabstätte der Nabatäer

Eine Wohnung der Nabatäer

Keine Lust zu laufen?

Unterwegs wird uns immer wieder angeboten, unseren Weg auf dem Rücken eines Kamels, Esels oder Pferdes zurückzulegen, doch wir lehnen dankend ab.

Für Interessierte ist zu beachten
Die Touren sind meistens kürzer als angeboten!

PferdEingang Besucherzentrum bis zum Eingang der Schlucht
KutschenEingang Besucherzentrum bis zum Schatzhaus
KameleQasr Al-Bint (Mädchenschloss) bis zum Schatzhaus
Eselnach Vereinbarung

Transportmittel für BesucherInnen - Strecke: von Qasr Al-Bint (Mädchenschloss) bis zum Schatzhaus, Preis nach Vereinbarung

Transportmittel für BesucherInnen; Strecke und Preis nach Vereinbarung

Die berühmte Schlucht zum Schatzhaus

Wir erreichen eine Schlucht. Die Gesteinsformationen ragen zu beiden Seiten majestätisch empor.
Im Gestein der Felsen werden wir auf Einkerbungen aufmerksam gemacht: der Transportweg des Wassers. Die Nabatäer waren Experten im Umgang mit Wasser. Sie kanalisierten und sammelten dieses für den täglichen Bedarf. Außerdem wurde das Wasser umgeleitet, um Überflutungen zu vermeiden.

Die Schlucht, die zum berühmten Schatzhaus und ins Zentrum der Stadt führt.

Die Schlucht verengt sich und ist noch ungefähr 2 Meter breit.
Wir haben nun die engste Stelle in Petra erreicht.

Petra war nur über diese Schlucht zugänglich und somit uneinnehmbar.

Zwischen den Felsen sehen wir etwas aufleuchten, das Schatzhaus.
Die Sonne lässt das Gebäude am Nachmittag in den schönsten Goldtönen erstrahlen.

Kurz vor dem Schatzhaus ist die Schlucht noch ungefähr 2 Meter breit.

Das Schatzhaus

... wird auch "das Schatzhaus des Pharao" genannt. Lange Zeit wurde vermutet, dass an diesem Ort ein Goldschatz liegen würde. So ist dieses Bauwerk zu seinem Namen gekommen. Ein Schatz wurde leider nie gefunden. Weitere Forschungen haben gezeigt, dass dies ein Mausoleum für eine der nabatäischen Königsfamilien ist.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entdeckten Forscher die in Sandstein gehauene Fassade (40 Meter hoch und 28 Meter breit), dessen Ornamente der römischen Architektur ähnlich sind. Die Römer hatten das Gebiet 106 n. Chr. annektiert. Es wurde angenommen, auf Überreste der antiken römischen Zeit gestoßen zu sein. Bei genauerer Betrachtung sind römische und griechische Motive zu erkennen. Allerdings können weitere Motive sowie die Giebel und Reliefs nicht der römisch/griechischen Architektur zugeordnet werden. Noch heute wirft das Schatzhaus viele Fragen auf.

Das berühmte Schatzhaus. Diese Fotoperspektive und einen unverstellten Blick erhält man, wenn man den  gegenüberliegenden Berg hinaufgeht. Dort gibt es ein kleines Plateau.

Wie „Indiana Jones“ können wir das Schatzhaus leider nicht erkunden, das aus einem großen Raum und 3 kleinen leeren Kammern bestehen soll. Dafür erfahren wir mehr über die Architektur und die Theorien zur Bedeutung der Säulen und Verzierungen. Diese könnten zum Beispiel einen Kalender darstellen.

Um einen unverstellten Blick auf das Schatzhaus genießen zu können, gehen wir den gegenüberliegenden Berg hinauf. Hier befindet sich ein kleines Plateau, von dem wir einen atemberaubenden Blick auf dieses faszinierende Bauwerk haben.

Wohnungsbesichtigung bis zur Fassadenstraße

Wir laufen nun abseits der Wege und wandern einen Berg entlang. Auf unserer Entdeckungstour tauchen wir tiefer in die Welt der Nabatäer ein und betreten die erste Wohnung.

Mit unserem Guide wandern wir einen Berg entlang, abseits der "Hauptstraße" ...

Der Eingang und das "Fenster" wurden durch Wind und Regen vergrößert.

... und besichtigen eine ehemalige Wohnung der Nabatäer.

In den schlichten und einfach wirkenden Wohnungen sind die Feuerstellen gut zu erkennen. Einen wunderschönen Anblick bieten die verschiedenen Farben des Sandsteins.

Eine Feuerstelle mit farbigem Sandstein.

Vom Berg aus nähern wir uns der Fassadenstraße und treten auf einen großen Felsen. Der Ausblick auf das Theater ist fesselnd. Welche Atmosphäre hier gewesen sein muss, als 4.000 BesucherInnen im Theater waren? Wir können es nur erahnen.

Das Theater bot Platz für 4.000 BesucherInnen und wurde vollständig aus dem/den Felsen gehauen (weltweit das Einzige dieser Art).

Dieser Platz liegt links neben dem Theater. Eine Treppe führt zum Opferplatz.

Nun sind wir im Zentrum der Stadt, am Ende des Hauptweges (Kreuzung Säulenstraße). Hier befinden sich vier eindrucksvolle, nebeneinander liegende Königsgräber. Ihre prächtigen Fassaden und Verzierungen sind imposant und faszinierend. Nicht nur von außen können die monumentalen Bauten betrachtet werden, es darf auch hineingegangen werden.

Die Königsgräber

Eine kleine Pause

Nach so vielen faszinierenden Eindrücken gönnen wir uns eine Pause in einem Café an der Fassadenstraße und genießen einen sehr guten türkischen Kaffee.

Gegen 14:00 Uhr brennt die Sonne so stark, dass wir uns auf den Weg zurück ins Hotel machen. Vom Besucherzentrum „fallen“ wir nur noch ins Hotel und sind übermannt von den Eindrücken des ersten Tages. Und das war noch nicht einmal die Hälfte der Felsenstadt Petra.

2. Tag in der Felsenstadt Petra

Das Kloster

Nach einer zweistündigen Wanderung von Klein Petra in die Felsenstadt Petra erreichen wir das Kloster. Umringt von Bergen ist der Anblick dieses Bauwerks atemberaubend. Es ist eine größere Version des Schatzhauses und wunderschön.

GUT ZU WISSEN: Vom Eingang der Felsenstadt kommend, müssen Treppen kurz vor dem Erreichen des Klosters hinaufgestiegen werden. Die Kräfte sollten gut eingeteilt werden.

Das Kloster liegt am anderen Ende der Felsenstadt und ist über die Berge bei einer morgendlichen Wanderung zu erreichen oder bei einem Spaziergang durch die Felsenstadt Petra.

Das Kloster (auf arabisch: Ad Deir) wurde im 1 Jh. n. Chr. gebaut. Im Jahre 2004 entdeckten Forscher einige Steinbänke und vermuten seitdem, dass das Kloster nicht als solches genutzt wurde, sondern als Mausoleum eines Herrschers.

Aufgrund der wenigen Touristen haben wir einen unverstellten Blick auf dieses beeindruckende Bauwerk. Währenddessen genießen wir unseren türkischen Kaffee und Snacks im Café gegenüber.

Türkischer Kaffee im Café gegenüber des Klosters

Mittlerweile ist es 12:00 Uhr. Gut gestärkt laufen wir die Treppen hinunter in Richtung "Zentrum" (Fassadenstraße, Theater) und sind froh, am Morgen den Weg über die Berge genommen zu haben. Jetzt müssen wir nur noch die Treppenstufen herunterlaufen und können entspannt an den Souvenierständen entlang schlendern.
Uns kommen viele Touristen entgegen. Ihnen ist die Anstrengung des Treppensteigens und der Wärme deutlich anzusehen.
Esel, die Touristen auf ihren Rücken transportieren, kreuzen auch unseren Weg.

Säulenstraße

Die Säulenstraße war einst die Hauptverkehrsachse in Petra.

Die Säulenstraße. Dieses Panorama erhält man von den Königsgräbern.

Wer fühlt sich bei diesem Anblick nicht an Rom erinnert? Die Einflüsse der römisch/griechischen Architektur werden hier wieder sichtbar.

Diese Säulen gehören zum einstigen Tempel.

Auf der Säulenstraße sind die Überreste eines Tempels zu erkennen. Das Dach des Tempels wurde von den ursprünglich 15 Meter hohen Säulen getragen. Über die Treppen gelangen BesucherInnen in den einstigen Tempelbereich.

Die Säulenstraße wird auch heute noch als Hauptstraße genutzt. Über die Treppen auf der rechten Seite gelangt man in den einstigen Tempelbereich.

Ein einzelnes Haus am Rande der Säulenstraße. Wie ungewöhnlich. Alle bisher gesehenen Gebäude sind direkt aus dem Felsen geschlagen.
Wir schauen auf unseren Plan und stellen fest, dass wir am „Mädchenschloss“ angekommen sind.
Das Gebäude hat seinen Namen von den ansässigen Beduinen erhalten "Qasr Al-Bint" (Palast der Pharaotochter oder Mädchenschloss).
Von außen können wir noch Stufen erkennen, die ins Innere der Tempelanlage mit 3 Altären führen sollten.

Qasr al-Bint (Mädchenschloss oder Palast der Pharaonentochter) war der wichtigste Tempel in Petra und wurde um 30 v. Chr. Erbaut als eine Widmung an die nabatäischen Götter.

Das "Qasr Al-Bint" (Palast der Pharaotochter oder Mädchenschloss)

Die Hitze macht uns langsam zu schaffen und wir entschließen uns, schweren Herzens, zum Hotel zurückzugehen: vorbei an den prächtigen Fassaden der Gräber, am Theater und dem Schatzhaus.

Zurück im Hotel lassen wir die letzten 2 Tage Revue passieren und sind noch immer überwältigt von den Eindrücken in der Felsenstadt Petra.

In Petra gibt es noch viel mehr zu entdecken. Unsere 2 Tage in Petra haben leider nicht ausgereicht, um alles zu erkunden.

Checkliste:
– Guide
– Tickets
– Bargeld evtl. Trinkgeld
– Sonnencreme
– Kopfbedeckung
– bequeme Schuhe
– Wasser und kleine Snacks (Getränke und Snacks können auch auf dem Gelände gekauft werden)
– Kamera

Geschichte

Ein Jahrtausend vor Christus kamen die Nabatäer aus dem Jemen ins Ost-Jordanland und überfielen die Karawanen, welche ihre Waren durch die Wüste zum Mittelmeer transportierten.
Mit dem Angebot, den Karawanen Begleitschutz zu bieten, war eine neue lukrative Geschäftsidee geboren und der Warenhandel begann. So besiedelten die Nabatäer das Gebiet um 500 v. Chr. und errichteten Petra als ihre Hauptstadt mit Palästen – für die Könige Aretas I – IV – Tempel, Grabmale und Wohnungen.
Das Gebiet war ein Knotenpunkt und wichtiger Handelsplatz der Weihrauchstraße.
Waren wie Weihrauch, Myrrhe und Gewürze (Safran, Pfeffer und Zimt) wurden transportiert.
Zur Blütezeit von Petra lebten ungefähr 20.000 Menschen in der Stadt.

Um 85 v. Chr. eroberten die Nabatäer Damaskus und belagerten anschließend Jerusalem. Das römische Imperium schlug zurück und machte das Königreich zu einer römischen Provinz. Die einst so wichtige Handelsstadt verlor an Bedeutung. Handelsstädte, wie Palmyra in Syrien, machten Petra im 3. Jh. n. Chr. zusätzlich Konkurrenz.
Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, warum Petra zurückgelassen wurde. Mehrere Erdbeben sowie der Rückgang des Handels könnten Ursachen sein.

Die Stadt galt als fast vergessen, bis der Schweizer Johann Ludwig Burckhardt im Jahr 1812 diesen Ort neu entdeckte. Die ersten Ausgrabungen fanden 1929 statt und dauern bis heute an. Man vermutet, dass erst 2% der Felsenstadt Petra ausgegraben wurden. Noch heute zeigt dieser Ort den Forschern Rätsel auf und gilt nicht umsonst als sagenumwoben.

TIPP! Bäckerei: AL-Janoub sweetes

Vor der Abreise sollte die Bäckerei „AL-Janoub sweetes“ aufgesucht werden.
Diese befindet sich in Richtung Zentrum auf der linken Seite von der Felsenstadt Petra kommend.
Hier gibt es fantastisches arabisches Gebäck, ein Gaumenschmaus. Es werden kleine gemischte „Platten“ angeboten. Um das Gebäck transportfähig einzupacken, bekommt die Platte noch einen „Deckel“ und wird mit Frischhaltefolie eingewickelt. Falls das Gebäck nicht vor der Abreise aufgegessen wird, hält dieses gute 4 Wochen und verlängert den Urlaub. Eine Platte hat es leider nicht nach Hause geschafft, es war zu köstlich.

Bäckerei: AL-Janoub sweetes bietet hervorragendes arabisches Gebäck an. Unbedingt reinschauen!

Fazit

Wer in Jordanien ist, sollte sich unbedingt die Zeit nehmen, die Felsenstadt Petra zu besuchen und eine Wanderung von Klein Petra in die Felsenstadt Petra zu machen. Die 2 Tage waren sehr beeindruckend und faszinierend.
Je nach Wetterlage sind 2-3 Tage für alle Aktivitäten empfehlenswert. Die Temperaturen waren bei uns über 30 Grad. Aus diesem Grund konnten wir keinen ganzen Tag in der Felsenstadt verbringen, um noch mehr Ecken erkunden zu können.
Ein Guide sollte ein "Must Have" sein, um die interessanten Details zur Geschichte und der Felsenstadt zu erfahren. Wir würden die Felsenstadt jederzeit wieder besuchen.

Die Kreuzritterburg in Kerak

Zwischen ehrwürdigen Mauern der geheimnisvollen Ruine

Vom aufregenden Canyoning in Wadi Mujib fahren wir knapp 1 Stunde bis zur Kreuzritterburg in Kerak.
Das Tote Meer begleitet uns noch ein kleines Stück bis wir nach Osten ins Landesinnere abbiegen. Wir fahren viele Serpentinen entlang und genießen die beeindruckende Schönheit der Täler und der imposanten Berge. Noch auf dem Weg nach Kerak sehen wir die Burg auf einem Felsvorsprung thronen. Wir erahnen bereits, wie wunderschön die Aussicht von dort oben sein muss.

Kerak - die Kreuzritterburg

Wie die meisten Burgen hat auch diese eine sehr ereignisreiche Vergangenheit. Erbaut im Jahr 1142, war dieser Ort Schauplatz von verschiedenen Angriffen, Belagerungen und Schlachten. Über die Jahrhunderte wurde die Burg aus- und umgebaut: tiefe Gräben entstanden, Türme wurden hinzugefügt, Verteidigungsanlagen erweitert und verbessert. Die Burg wurde ein Verwaltungszentrum für Jordanien, eine Schatzkammer und hatte eine bedeutende militärische Streitmacht. Auch strategisch hatte diese Burg eine wichtige Bedeutung: verschiedene Handelswege zur arabischen Halbinsel, nach Ägypten und Großsyrien verliefen über Kerak.

Eintritt (Stand 2019)
2 JD / ca. 2,70 € p.P. inkl. Eintritt für das Museum

Vor dem Eingang der Kreuzritterburg in Kerak.

Der Ausblick

In Kerak angekommen betreten wir die Burg und werden automatisch von der wunderschönen Aussicht über die Berge und Täler angezogen. Sandsteinfarbende Bergkuppen erheben sich in den Himmel. Grüne Felder und Dörfer sind in der Ferne auszumachen. Die kurvenreiche Straße, die wir entlang gefahren sind, schlängelt sich durch die erhabene Landschaft.

Wunderschöne Aussicht über Berge und Täler von der Kreuzritterburg in Kerak.

Entdeckungstour

Dieser Ausblick war ein wunderbarer Auftakt. Wir starten unsere Erkundungstour über die große Anlage mit den ehrwürdigen Mauern und den Ruinen dieser prächtigen Burg.

Auf dem Gelände der Kreuzritterburg in Kerak gibt es viele Räume und unterirdische Gänge zu entdecken.

Hinter diesen Mauern verbergen sich lange Gänge und Gewölbe, dessen Erkundung unglaublich viel Spaß macht.

Dieser Ort ist wie ein großer Abenteuerspielplatz. Wir durchqueren ein Labyrinth aus langen unterirdischen Gängen und dunklen Räumen, die teilweise romantisch beleuchtet sind. Die gewölbten Decken einiger Gemäuer erinnern an einen Weinkeller. Vermutlich wurden diese Räume als Wohnräume und Stallungen genutzt.

Eine Erkundungstour mit Abenteuercharakter. Es ist immer wieder spannend, was sich hinter der nächsten Ecke verbirgt.

Checkliste
– Sonnencreme
– Kamera
– „Sea Band“ gegen Reisekrankheiten jeder Art (Fahrt durch die Serpentinen)

Mit einer Pause nach Petra

Nach so vielen Eindrücken und Erlebnissen melden sich die Mägen.
Khaled – unser Fahrer – fährt etwas abseits der Burg mit uns zu einem kleinen Restaurant, um Shawarma zu holen, soooo lecker.

Gestärkt fahren wir noch ca. 2 Stunden bis zur Felsenstadt Petra.

Fazit

Bei der Kreuzritterburg war ich mir erst nicht sicher, ob wir diesen Ausflug nicht hätten streichen sollen. Doch dann war ich froh, dass wir uns FÜR diesen Ausflug entschieden haben. Die Erkundungstour durch die alten und faszinierenden Gemäuer der Kreuzritterburg waren wunderbar.

Canyoning in Wadi Mujib, Jordanien

Canyoning in Wadi Mujib

Die Tour zum Wasserfall

Der heutige Tag steht im Zeichen von Abenteuer und Spaß in Wadi Mujib und einer geheimnisvollen Erkundungstour in der Kreuzritterburg in Kerak.

Was für ein Start in den Tag, um 10:00 Uhr fahren wir los und folgen der Küstenstraße nach Süden.
Bis zu unserem Ziel werden wir vom Toten Meer begleitet.
Auch heute Morgen zeigt sich das Wasser und die Sonne von der schönsten Seite.

Canyoning in Wadi Mujib

Die Sonne scheint und es ist warm, der perfekte Tag für eine Canyoning Tour im „Grand Canyon“ von Jordanien.
Nach knapp 30 Minuten Fahrt taucht auf der linken Seite ein großer Parkplatz auf, Wadi Mujib.

Canyoning Tour (Stand September 2019)
Preis21 JD / ca. 27€ p.P. (ohne Guide)
Tour1. April – 31. Oktober
mit oder ohne Guide
mit "Grundfitness" kein Guide notwendig
Start der Tour8:00 - 15:00 Uhr
Dauer2-3 Stunden (mit Pausen)
AnforderungMindestalter: 18 Jahre
schwimmen können
mindestens "Grundfitness"
mehr Informationensiehe Link
Hinweis für die TourSeile und Leitern sind zur Hilfe an Felsen befestigt.
An einigen Stellen sitzen Guides, die helfen, das Hindernis zu bewältigen.
Die Tour ist NICHT gefährlich und verbunden mit Spaß und ein bisschen Adrenalin.

Gut vorbereitet mit Badeschuhen, Badesachen, kurzer dünner Shorts, T-Shirt und Action Cam betreten wir den Eingangsbereich. Nach einer kurzen Anmeldung mit Sicherheitshinweisen kann es losgehen.

Da wir bereits gut ausgerüstet sind, ziehen wir nur noch die Schwimmwesten an.

Über einen Steg gehen wir zu einer Leiter, die nach unten in den Canyon führt.
Nun stehen wir knöcheltief im glasklaren Wasser. Links und rechts erheben sich beeindruckende Gesteinsformationen. Obwohl es sehr schattig im Canyon ist, sind wir überrascht, wie angenehm warm das Wasser ist.

Der abenteuerliche Weg zum Wasserfall

Einige Minuten später kommt die erste Herausforderung: ein kleiner Wasserfall. Wir müssen auf die linke Seite, um unseren Weg fortsetzen zu können. Marco greift nach dem gespannten Seil, großer Schritt und zack, das erstes Hindernis ist geschafft. Es sieht ganz einfach aus. Nun greife ich das Seil, der Puls beschleunigt sich schon ein bisschen. Einen großen Schritt und auch ich bin auf der anderen Seite.

Das erste Hindernis mit reißendem Wasser und beschleunigtem Puls.

Das erste Hindernis aus der Nähe. Man muss von rechts nach links: am Seil festhalten und einem großen Schritt machen.

Glücklich, das erste Hindernis geschafft zu haben, waten wir gegen den Strom durch das Wasser.
Unser Ziel klar vor Augen, der Wasserfall - es soll eine Stunde dauern, um dorthin zu gelangen. Wir hangeln uns gegen den Strom, durch und über den Fluss, klettern kleinere Wasserfälle hoch, machen immer wieder Pause, um andere Leute passieren zu lassen. Und dann, knapp eine Stunde nach dem Start, hören wir das Rauschen des Wassers. Wir biegen um die Ecke und da ist er - der Wasserfall! Wir haben es geschafft. Das Glücksgefühl ist unbeschreiblich.

Der abenteuerliche Rückweg

Nach einer Pause steht nun der Rückweg an. Jetzt bekommen die Schwimmwesten ihren Einsatz. Wir lassen uns mit dem Strom treiben und die prächtigen Gesteinsformationen ziehen an uns vorbei.

Die Sonnenstrahlen werfen an einigen Stellen nur punktuell ihr Licht in den Canyon, weil sich die Felsen nach oben verengen. Trotzdem ist das Wasser warm und genügend Licht im Canyon.

Schnell sind wir an einem der letzten Wasserfälle angekommen und bekommen vom Guide das Zeichen, den Wasserfall als Rutsche zu benutzen. Marco nimmt als erster Platz und rutscht los. Es sieht nach Spaß aus.
Ich nehme ebenfalls Platz, auch hier beschleunigt sich der Puls wieder ... und los. Was für ein Spaß, nun können wir es kaum erwarten zu den anderen Wasserfällen zu kommen und diese herunterzurutschen.

Nach etwa 2 Stunden sind wir, vollgepumpt mit Glücksgefühlen und Adrenalin, wieder am Ausgangspunkt.
In den Umkleidekabinen ziehen wir uns um und setzen unsere Tour fort:

nächster Halt: Kerak - die Kreuzritterburg

Checkliste
– Badeschuhe
– Badesachen
– nach eigenem Wohlbefinden leichte Kleidung (Shorts /T-Shirt / Top)
– Handtuch
– Wasser
– Snacks
– Wasserdichte Kamera
– Wechselkleidung, es gibt Umkleidekabinen und Toiletten
Brillen-/ Kontaktlinsen-Trägern würde ich eine Taucherbrille oder Ähnliches empfehlen, an einigen Stellen ist das Wasser recht stark und wir haben eine Brille den Fluss schwimmen sehen

Fazit

Dieser Tag war grandios! An alle, die ein kleines bisschen Abenteuer und Adrenalin im Urlaub suchen: macht die Canyoning-Tour in Wadi Mujib. Diese ist mit so viel Spaß und tollen Erinnerungen verbunden.

Totes Meer

Sich einfach mal treiben lassen

Vom Berg Nebo geht unsere spannende Reise weiter, zu einem der spektakulärsten Naturerlebnisse: Das Tote Meer!

Laut Definition ist das Tote Meer ein abflussloser See und der tiefgelegensten Punkt der Erdoberfläche.

Hotel

Nach ca. 30 Minuten Fahrt kommen wir im Dead Sea Spa Hotel an.
Schon bei der Ankunft nehmen wir die salzige Luft wahr. Die Sonne glitzert auf der Wasseroberfläche vom Toten Meer und wir können es kaum erwarten uns treiben zu lassen.

Der Strandbereich des Dead Sea Spa Hotels am Toten Meer. Direkt am Toten Meer ist der Strand steinig. Empfehlung: Badeschuhe tragen! Bänke (keine Sonnenliegen) und Duschen, um das salzige Wasser abzuspülen stehen zur Verfügung. Zusätzlich können sich die Gäste selbst mit Schlamm einreiben.

Wir sind etwas zu früh im Hotel und können noch nicht unser Zimmer beziehen. Die Wartezeit dürfen wir uns im Poolbereich vertreiben. An der Poolbar essen wir ein leichtes Mittagessen und ziehen anschließend auf eine der Sonnenliegen am Pool um. Die salzige Luft des Toten Meeres erreicht uns auch hier.

Wenig später können wir unser geräumiges Zimmer mit einer tollen Aussicht auf das Tote Meer beziehen.

Ausblick vom Balkon auf das Tote Meer

Unser geräumiges Doppelzimmer mit Balkon.

Baden im Toten Meer

Nun sind wir bereit für das Tote Meer. Mit unseren Badeschuhen gehen wir langsam ins Tote Meer und sind überrascht, wie leicht wir an der Wasseroberfläche schweben. Sofort ist die pure Entspannung zu spüren und wir lassen uns treiben.

Ohne Anstrengung kann man sich im Toten Meer treiben lassen. Unbedingt Badeschuhe tragen und nach dem Baden das Salz abduschen.

WICHTIGE HINWEISE
Wichtige Infos und EmpfehlungenSalzgehalt von ca. 30%
Mittelmeer im Vergleich ca. 4%
Hoher Salzgehalt entzieht dem Körper Wasser
Maximal empfohlene Badezeit: 30 Minuten pro Tag
KEIN Wasser aus dem Toten Meer schlucken oder trinken
NICHT kopfüber ins Wasser stürzen
LANGSAME Bewegungen im Wasser ausführen
Nicht vergessenGroße Wasserflaschen mitnehmen
Nach dem Baden abduschen
Badeschuhe tragen

Nach dem Bad im Toten Meer fühlt sich die Haut an, als wäre sie von einem seidigen Film überzogen. So schön dieses Gefühl auch ist ...

…wir müssen unsere Haut vom Salz befreien und nutzen die Duschen am Strand. Der hohe Salzgehalt des Toten Meeres scheint dem Körper spürbar Wasser zu entziehen. Ich werde sehr durstig und muss während des restlichen Tages viel Wasser trinken.

Nun gönnen wir uns die nächste kostenlose Wellnessbehandlung und verpassen uns eine Schlammpackung. Der Schlamm zum Einreiben steht in einem großen steinerden Gefäß bereit. Die Haut ist anschließend so weich und zart und der Spaß-Faktor ist hoch. Man sieht einfach lustig aus, wenn der gesamte Körper mit Schlamm bedeckt ist.

Checkliste
– Sonnencreme
– Badesachen
– Badeschuhe
– reichlich Wasser
– Kamera

Fazit

Die Seele baumeln lassen, sich selbst eine Schlammpackung verpassen und das Gefühl auf der Wasseroberfläche zu schweben ist grandios und unvergesslich. Ein Aufenthalt im Dead Sea Spa Hotel AM und IM Toten Meer ist sehr zu empfehlen. An diesem Ort stellt sich das Gefühl ein langes Wellness-Wochenende zu genießen, bereits nach einem Nachmittag ein.

Berg Nebo

Auf den Spuren Moses wandeln

Wir verlassen die Stadt Madaba - die Stadt der Mosaike. Aufgrund der kurzen Fahrtzeit von ca. 20 Minuten zum Berg Nebo gönnen wir uns einen köstlichen „türkischen Kaffee“ in einem kleinen unscheinbaren Straßenkaffee.

Berg Nebo

Auf den Spuren Moses wandeln. Dieser Ort ist nicht nur geschichtsträchtig, auch der Ausblick vom Berg Nebo in das Jordantal bis zum Toten Meer ist atemberaubend und scheint grenzenlos zu sein.

Eintrittspreis (Stand September 2019)
2 JD / ca. 2,70 € p.P.

Ausblick vom Berg Nebo in das Jordantal und zum Toten Meer (Links)

Wir erreichen den Eingang am Berg Nebo und unsere Tickets werden kontrolliert. Die Sonne lacht vom blauen Himmel und eine wohlige Wärme umfängt uns.
Mit einigen anderen Touristen strömen wir auf das Gelände und folgen einem gepflasterten Weg. Ein großer Felsbrocken "begrüßt" uns, der ein Denkmal ist. Von hier soll Moses über das gelobte Land geschaut haben, welches er selbst nie betreten haben soll.

Dieses Denkmal erinnert daran, dass Moses an diesem heiligen Ort war.

Wir spazieren über das Gelände. Vereinzelt säumen Olivenbäume den Rand des Berges, der uns einen beeindruckenden Ausblick bietet. Die gänzlich unberührte Landschaft mit wunderschönen Sand- und Grüntönen erstreckt sich malerisch vor uns. Einfach sagenhaft!

Ein Blick durch die Olivenbäume ins Jordantal.

Hinter den reifen Oliven und grünen Blättern des Olivenbaums erstreckt sich hügelige Landschaft des Jordantals. Satte grüne Felder bringen Farbe in die karge und sandsteinfarbene Region.

Wir lösen uns von den Aussichtspunkten dieser wunderschönen Landschaft und betreten die Kirche des katholischen Franziskanerordens. Bunte und helle Farben erleuchten den Eingangsbereich, welche sich von dem Buntglasfenster über dem Eingang ausbreiten.

Buntglasfenster über dem Eingangsbereich der Kirche des katholischen Franziskanerordens. In der Kirche werden auch Gottesdienste abgehalten.

Neben den beeindruckenden Mosaik-Kunstwerken können auch Ausgrabungsstellen bestaunt werden. Es lohnt sich einen Blick ins Innere des Gotteshauses zu werfen.

In der Kirche entdecken wir verschiedene Ausgrabungsstätten mit eindrucksvollen Mosaik-Kunstwerken.

Checkliste
– Wasser
– bequeme Schuhe
– Kamera

Fazit

Ein geschichtsträchtiger Ort mit einer atemberaubenden Landschaft lädt auf eine wunderbare Entdeckungsreise ein.