Top-Sehenswürdigkeiten in Kapstadt

Kapstadt: Entdecke die Top-Sehenswürdigkeiten

Tipps & Inspiration für deine Reise

Weiße Strände, imposante Berge, aufregende Abenteuer, tierische Begegnungen, spannende Sehenswürdigkeiten mit fesselnder Geschichte, guter Wein und fantastisches Essen. Das ist Kapstadt – die Vielfalt am Atlantik im Westen Südafrikas.

Tandem-Paragliding gehört für mich genauso auf die Top-Sehenswürdigkeiten-Liste wie eine entspannte Wanderung auf dem Bergplateau des Tafelbergs mit traumhaften Ausblicken. Einem Spaziergang durch das bunte Bo-Kaap-Viertel kann ich ebenso wenig widerstehen wie einem Besuch der V&A Waterfront. In den Vororten von Kapstadt tummeln sich Pinguine, Robben und Wale – diese Begegnungen bleiben unvergessen.

  • Empfohlener Aufenthalt: 7 Tage

In 1.067 Metern Höhe – von massiven Bergkuppen umgeben und trotzdem mitten in Kapstadt. Auf dem Tafelberg, dem Wahrzeichen der Stadt, fühlt es sich an, als wäre man im Gebirge unterwegs.

Unser Ziel ist heute der höchste Punkt des Tafelbergs, der Maclear’s Beacon auf 1.086 Metern Höhe. Auf dem Weg dorthin laufen wir am Rand des Plateaus entlang und genießen spektakuläre Panoramaausblicke:

  • die Bergkette der 12 Apostel

  • den Lion's Head mit dem Bergrücken Signal Hill

  • die blau leuchtende Camps Bay mit ihrem weißen Sandstrand

  • die Gefängnisinsel Robben Island

  • Kapstadt – einzelne Sehenswürdigkeiten sind jedoch nicht im Detail zu erkennen

Jährlich kommen etwa eine Million Besucher mit der Seilbahn auf den Tafelberg. Von dem großen Besucherandrang ist kaum etwas zu spüren. Hier oben gibt es nicht nur zwei oder drei Aussichtsplattformen, sondern ein weitläufiges Bergplateau.

An der oberen Seilbahnstation beginnen verschiedene Wanderwege, die ideal für Spaziergänger und Wanderanfänger sind. Einige davon eignen sich sogar für Rollstuhlfahrer.

Tipp: Auf dem Plateau des Tafelbergs werden kostenlos geführte Touren angeboten.

Tandem-Paragliding – Kapstadt aus der Vogelperspektive

Mein Herz klopft vor Aufregung – dann geht auf einmal alles ganz schnell. Eine Windböe kommt: Noch ein paar Schritte – und schon verlieren meine Füße den Kontakt zum Boden.

Begeistert von diesem gelungenen Start lehne ich mich entspannt in meinen Sitzsack zurück und genieße den Weitblick über Kapstadt. Während des 15-minütigen Flugs zeigt mir mein Pilot die Sehenswürdigkeiten, die es aus der Luft zu entdecken gibt.

Start am Lion's Head – Ausblick während des Flugs:

  • der Berg Lion's Head

  • die Bergkette der 12 Apostel

  • die Bucht von Camps Bay

  • Gut zu wissen: Nur etwa 10 % aller Flüge starten von hier.

  • Je nach Wind startet das Tandem-Paragliding am Signal Hill oder Lion's Head.

  • Begleitpersonen, die nicht fliegen, können von beiden Startplätzen nicht nur den Start sehen, sondern auch eine wunderschöne Aussicht genießen.

Start am Signal Hill – Ausblick während des Flugs:

  • der Lion's Head mit dem Bergrücken Signal Hill

  • das Stadion der Fußball-Weltmeisterschaft 2010

  • die Bucht von Sea Point

  • Du bist neugierig geworden? Dann lies hier weiter.

Lion's Head - noch mehr Abenteuer mit Aussicht

Nur wenige Minuten vom Tafelberg entfernt ragt eine markante Hügelspitze in die Höhe, die nicht nur Abenteuer, sondern auch wunderschöne Aussichtspunkte bereithält.

Auf 391 Metern über dem Meeresspiegel steht ein Tandem-Paragliding-Team auf einem kurzen, steilen Startplatz und wartet auf die richtige Windböe.

Allein für diesen Ausblick hat sich der kurze Aufstieg zum Startplatz schon gelohnt:

  • die blau schimmernde Bucht von Camps Bay

  • die imposante Bergkette der 12 Apostel

Zu Fuß geht es vom Parkplatz etwa zehn Minuten über einen sandigen Pfad bergauf bis zum Startplatz. Wer weitergeht, erreicht nach etwa ein bis zwei Stunden den Gipfel des Lion's Head.

Für eine Wanderung auf den Lion's Head blieb mir leider nicht genügend Zeit. Solltest du zum Gipfel wandern, würde ich mich freuen, wenn du in den Kommentaren über deine Erfahrungen berichtest.

Signal Hill – Aussichtspunkt zum Sonnenuntergang

Während tagsüber hier die Tandem-Paraglider starten, ist der Signal Hill am Abend aus einem anderen Grund ein Hotspot.

Auf der präparierten Startpiste treffen sich Paare, Freunde und kleine Gruppen, um zuzusehen, wie die Sonne in den Atlantik eintaucht. Dabei wird Wein getrunken, gelacht und geplaudert.

Die Atmosphäre ist großartig, während sich der Tag langsam zur Nacht neigt.

  • Nur wenige Meter vom Startplatz entfernt ist das beeindruckende Bergpanorama des Tafelbergs, des Lion's Head und der 12 Apostel zu sehen.

Entspannen in Camps Bay

Schönheit, Entspannung und kaltes Wasser – alles an einem Ort?

  • Sonnenschirm ausleihen

  • Handtücher im weißen weichen Sand ausbreiten

  • Im Atlantik baden

Der letzte Punkt muss leider von meiner Liste gestrichen werden. Bei einer Wassertemperatur von etwa 17 °C schaffe ich es nur bis zu den Knöcheln ins Wasser. Es ist Oktober und damit Frühling in Südafrika.

Die Camps Bay zählt zu den teuersten und exklusivsten Stadtteilen Kapstadts. Trotzdem sind die Preise in den Restaurants an der Strandpromenade mit denen in Deutschland vergleichbar.

Für ein paar Stunden oder einen ganzen Tag lohnt sich ein Ausflug bei Sommerwetter definitiv.

Das bunte und geschichtsträchtige Bo-Kaap-Viertel

Ein wenig außer Atem laufen wir einen steilen Anstieg durch eines der ältesten Wohnviertel von Kapstadt. Als die Gruppe stehenbleibt und sich umdreht, ist ein Lächeln in jedem Gesicht zu sehen.

Vor dem markanten Tafelberg reihen sich entlang der Kopfsteinpflasterstraßen bonbonfarbene Stadthäuser aneinander. Das zauberhafte Bo-Kaap-Viertel besteht nicht nur aus bunten Fassaden, sondern auch aus kleinen Geschäften, Galerien, Restaurants und Cafés. Hier befindet sich auch die Auwal-Moschee, die älteste Moschee am Kap, die 1798 gegründet wurde.

Bo-Kaap bedeutet übersetzt „Über dem Kap“ und wurde zwischen 1760 und 1840 erbaut. Nach der Abschaffung der Sklaverei im Jahr 1834 zogen viele befreite Sklaven hierher.

Früher waren die bunten Häuser des kleinen Wohngebiets weiß gestrichen. Nach dem Ende der Apartheid begannen die Bewohner, sie in leuchtenden Farben zu bemalen – als Symbol für Freiheit und Identität.

Außerdem erzählt unser Guide: „Jede bunte Fassade stand für einen Beruf, so zum Beispiel Blau für die Fischer und Grün für die Gärtner.“

Mittlerweile ist dieses Viertel ein beliebtes Fotomotiv. Das ist nicht nur eine Fotokulisse – für ein „schnelles Foto“: Hier leben und arbeiten Menschen.

Der erste Teil der Tour mit vielen Anekdoten und Geschichte hat uns bereits gut gefallen. Die Tour wird nun im Zentrum von Kapstadt fortgesetzt – siehe Tourenverlauf.

Tourenverlauf der Walking Tour

  • Spaziergang durch das Bo-Kaap

  • Bree Street: berühmt für Galerien und gutes Essen

  • Long Street: Ein riesiger Elefant auf einem Gebäude erinnert, dass dies einst eine Elefantenroute war

  • Kaffeetrinken im Heaven Coffee Shop: in einer 150 Jahre alten Kirche – das ist ein Highlight

  • Longmarket Street: Schlendern über den Markt – unser Guide meinte: Die Preise ruhig um 25 % runterhandeln

  • Company’s Garden: ein hübscher Garten. Er wurde 1652 von der Dutch East India Company angelegt, um Obst und Gemüse anzubauen.

  • Parlament: Hier endet die Tour

  • Während der Tour lernen wir: Kapstadt ist unter anderem für viele Galerien und auch für 3.000 Coffee Shops bekannt

Vogelperspektive 2.0 – mit dem Helikopter über Kapstadt fliegen

Vom Startplatz der V&A Waterfront hebt der Helikopter ab und fliegt in einer großen Kurve auf den Atlantik hinaus. Es ist die goldene Stunde – wie wird die Sicht auf Kapstadt sein?

In 900 Metern Höhe über der Bucht von Kapstadt fesselt mich der Ausblick so sehr, dass ich meinem Mann mit meinem Kopf den seitlichen Blick versperre. Zum Glück kann er durch die Frontscheibe das Panorama genießen:

  • der Tafelberg mit seinem flachen Bergplateau

  • der Lion’s Head und Signal Hill

  • die Bergkette der 12 Apostel

  • Kapstadt mit malerischen Buchten

  • Wale im Atlantik

Zu viert sitzen wir nebeneinander auf der Rückbank des Helikopters und hören das Dröhnen der Rotorblätter durch unsere Kopfhörer. Die Freude über diesen Flug ist bei uns allen sichtbar – jeder strahlt über das ganze Gesicht.

V&A Waterfront – Ein Tag im Hafen mit Freizeitspaß

Boote liegen im ruhigen Wasser, Robben sonnen sich auf einem Holzsteg – ein herrlicher Spaziergang durch die V&A Waterfront.

Dieses restaurierte Werft- und Hafenviertel ist nicht nur ein Hafen, sondern bietet auch zahlreiche Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten:

  • ein Helikopter-Rundflug über Kapstadt

  • The Watershed: Markt mit 150 lokalen Herstellern von Mode, Handwerk und Kunst

  • Einkaufen im Victoria Wharf Shopping Centre

  • Restaurants und Cafés

  • eine Bootstour: z.B. auch zur Gefängnisinsel Robben Island

Bevor die V&A Waterfront zu einem beliebten Ausflugsziel und Wohnort wurde, diente der Hafen dazu, Schiffe vor den schweren Winterstürmen zu schützen. Benannt wurde das Hafenviertel nach Königin Victoria und ihrem Sohn Prinz Alfred, der den Bau des ersten Hafenbeckens im Jahr 1860 in Auftrag gab.

Robben Island: Eine Bootstour mit Gefängnisbesuch

Am Ufer von Robben Island stehen acht Brillenpinguine auf den Felsen. Einerseits lächle ich wegen der Pinguine und des schönen Ausblicks auf Kapstadt, andererseits empfinde ich ein beklemmendes Gefühl.

Robben Island liegt im Atlantik vor der Küste Kapstadts und ist ein ehemaliges Hochsicherheitsgefängnis, in dem Tausende politische Gefangene inhaftiert waren. Der berühmteste Insasse war Nelson Mandela, der 1994 der erste schwarze Präsident Südafrikas wurde.

Die Insel und das Gefängnis kann nur in Verbindung mit einer geführten Tour besichtigt werden. Diese beginnt mit einer Überfahrt auf die Insel. Nach der Ankunft werden alle Gäste in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine beginnt mit der Führung durch das Gefängnis, die andere mit einer Busrundfahrt über die Insel. Anschließend wird getauscht.

Unser Guide ist ein ehemaliger Häftling, der von seinen und den Erfahrungen anderer Insassen berichtet. Auch wenn die Erzählungen sehr fesselnd sind, entsteht bei uns das Gefühl, „durchgeschleust“ zu werden. Es bleibt wenig Zeit, den Registrierungsbereich, die Zellentrakte, den Innenhof, die Schleusen und die einzelnen Ausstellungsstücke zu betrachten. Stattdessen sollen wir schnell Fotos von den Beschreibungen machen, um die Informationen nach dem Besuch nachlesen zu können.

Robben Island ist ein wichtiger Teil der Geschichte von Südafrika. Daher ist es für uns umso enttäuschender, wie die Tour durchgeführt wird.

Castle of Good Hope: Geschichte zum Anfassen

Die Tür der Waffenkammer schließt sich. Es ist stockdunkel, sodass niemand mehr die eigene Hand vor Augen sehen kann. So demonstriert unser Guide, wie dunkel einige Räume im Castle of Good Hope sind. Vorher hat er gefragt, ob jemand Platzangst oder Angst vor der Dunkelheit hat.

Die fünfeckige Festung aus dem 17. Jahrhundert ist das älteste erhaltene Kolonialgebäude Südafrikas und Stützpunkt des Cape Town Highlanders Regiment. Hier gibt es einiges zu entdecken:

  • das Militärmuseum, in dem die Führung beginnt

  • eine Waffen- und Folterkammer

  • ein Mauerring mit alten Kanonen sowie einem schönen Blick auf den Tafelberg und die Stadt

  • das Governors House mit Gemälden aus dem 17. bis 19. Jahrhundert und historischen Möbeln

Auch wenn Castle of Good Hope übersetzt Schloss der Guten Hoffnung heißt, würden vermutlich die wenigsten dieses Bauwerk als Schloss bezeichnen, sondern eher als Fort

Die Führung ist sehr unterhaltsam und bietet interessante Einblicke in die Geschichte. Müssten wir uns zwischen Robben Island und Castle of Good Hope entscheiden, wäre das Fort für uns die erste Wahl – allerdings nur in Verbindung mit einer geführten Tour.

The Old Biscuit Mill: Kreativer Markt mit Streetart und Cafés

Eigentlich wollen wir nur stöbern. Zwischen Schmuck, Deko, Masken und Kosmetik finden wir schließlich ein Bild für unsere heimische Wohnzimmerwand.

Bis 1946 wurden in der Old Biscuit Mill Kekse gebacken. Heute ist das ehemalige Fabrikgelände ein kreativer Markt mit Produkten von lokalen Künstlern.

  • Galerien mit beeindruckender Kunst

  • Streetart auf dem Fabrikgelände

  • Boutiquen mit kreativer Mode

  • Handgefertigten Schmuck und skurrile Souvenirs

  • Restaurants und Cafés

Nur 10 Autominuten vom Castle of Good Hope entfernt liegt dieses Kleinod.

Botanischer Garten Kirstenbosch: Baumkronen und Blütenpracht

Wie eine Baumschlange windet sich der 130 Meter lange Tree Canopy Walkway durch die Bäume und steigt dabei sanft auf 11,5 Meter über dem Boden an. Über diesen leicht schwankenden Weg spazieren mein Mann und ich – mit den Baumkronen auf Augenhöhe und Blick auf den eindrucksvollen Tafelberg.

Die geschwungene Stahl- und Holzkonstruktion ist nur eines der Highlights im Botanischen Garten Kirstenbosch, der zu den schönsten botanischen Gärten der Welt zählt.

Gut ausgebaute Wege und sandigen Pfade führen über kleine Hügel an Wiesen mit orangefarbenen Kapringelblumen vorbei. Im Oktober ist in Südafrika erst Frühling – und es blühen bereits zahlreiche Blumen: hellrote Proteas, gelbe Paradiesvogel- und lilafarbene Mittagsblumen.

Zum 36 Hektar – etwa 50 Fußballfeldergroßen Garten gehören nicht nur Blumen. Auch imposante Bäume wie der Podocarpus falcatus (Gewöhnliches Afrogelbholz), die Bananenpalme oder der Südafrikanische Kap-Feigenbaum sind hier zu finden.

Auch wenn das Wetter bedeckt ist, lohnt sich ein Ausflug hierher – besonders für Pflanzen-Fans.

Bloubergstrand: Sonnenuntergang mit Blick auf den Tafelberg

Wenn das Ungeplante die Planung durchkreuzt und am Ende alles besser wird als gedacht – dann ist das Reisen!

Ursprünglich war unser Plan, den Besuch des Bloubergstrands mit einer Quad-Tour und einem Ausflug zu einer Straußenfarm zu kombinieren. Die Quad-Tour und der Besuch der Straußenfarm stehen noch immer auf unserer Kapstadt-Wunschliste – denn es kam anders als geplant.

Am Tag unserer Ankunft in Kapstadt holen uns unsere Freunde mit ihrem Mietwagen ab. Der erste Abend in Südafrika mit Freunden – was gibt es Schöneres? Aber vor dem Essen geht’s erst noch an den Bloubergstrand – gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang.

Es entsteht eine Farbexplosion: Gold-, Rosa-, Rot- und Orangetöne vermischten sich mit dem immer dunkler werdenden Himmel. Nicht nur das Farbenspiel des Sonnenuntergangs verzauberte mich, sondern auch die Silhouette des Tafelbergs und des Lion’s Head.

Anschließend geht es ins Restaurant Cattle Baron – Tableview Blouberg. Es liegt nur fünf Autominuten vom Strand entfernt. Die Steaks sind übrigens hervorragend und die Preise gut. Beides lässt darauf schließen, dass dies keine typische Touristengegend ist.

Simon’s Town – Wo Pinguine und Wale zu Hause sind

Pinguine und Wale in Südafrika? Das klingt verrückt! Etwa eine Autostunde vom Zentrum Kapstadts entfernt gibt es den kleinen Küstenort Simon’s Town.

Während sich von Juni bis November Wale in der Bucht tummeln, lebt am Boulders Beach das ganze Jahr eine Kolonie mit mehr als 2.000 Brillenpinguinen. Ob wir heute tatsächlich das Glück haben werden, Pinguine und Wale zu sehen?

Pinguine am Boulders Beach

Gegen 17 Uhr laufen mein Mann und ich über einen langen Holzsteg, der sich über den Boulders Beach schlängelt. Zum Glück ist nicht mehr viel los. Der späte Nachmittag scheint ideal zu sein, um die Pinguine entlang des Stegs in aller Ruhe zu beobachten – auch wenn sie sehr unangenehm riechen.

Zwischen grünen Sträuchern legt ein Pinguin den Kopf schützend über seine flauschigen Jungen. Am Ufer kommen drei Pinguine zeitgleich aus dem Wasser und marschieren gemeinsam den Strand hinauf. Auf einem Felsen scheinen sich zwei Pinguine verliebte Blicke zuzuwerfen.  

Einfach unvergesslich – und ich hatte Angst, keinen Pinguin zu sehen.

Whale Watching in der False Bay

Noch vor der Begegnung mit den Pinguinen legt unser Ausflugsboot um 14 Uhr vom Hafen The Town Pier ab, um in die False Bay hinauszufahren.

Es dauert nicht lange, und zwei Rücken und Schwanzflossen von Buckelwalen ragen aus der Wasseroberfläche. Eine Mutter übt mit ihrem Kalb das Tauchen und verschiedene Bewegungen mit den Flossen – ein fesselndes Schauspiel.

Unser Guide macht uns auf weiße Kratzer an der Flosse des Baby-Buckelwals aufmerksam – vermutlich Spuren eines versuchten Angriffs eines Orcas. Orcas gehören zur Familie der Delfine und greifen Wale in Gruppen an. Deshalb werden sie auch Killerwale genannt.

Ganz verzaubert verlassen wir Simon’s Town bei Sonnenuntergang – einen Ort, an dem Begegnungen mit Buckelwalen und Pinguinen am selben Tag möglich sind.

Tipp! Etwa 1,5 Stunden von Kapstadt entfernt, können in Hermanus Wale vom Ufer aus beobachtet werden. Hermanus steht auch noch auf meiner Südafrika-Wunschliste. Falls du schon dort warst, berichte gerne über deine Erfahrungen in den Kommentaren – ich würde mich freuen.

Hout Bay - Zu Besuch bei den Robben




Wir ziehen Taucherbrille, Schnorchel und Flossen an. Ich setze mich auf den Rand des Schlauchbootes und rutsche mit einem lauten Platscher ins 15 °C kalte Wasser.

Unser Schlauchboot ankert vor einem Felsen bei Duiker Island, auf dem sich eine große Robbenkolonie sonnt. Vereinzelt gleiten einige Tiere behäbig ins Wasser, andere kehren vom Meer auf den Felsen zurück.

Allein für dieses Naturschauspiel hat sich die Fahrt hierher schon gelohnt. Unsere Gruppe begibt sich nicht ohne Grund in einem Neoprenanzug in dieses kalte Wasser – mit etwas Glück werden wir mit Robben schnorcheln. Die Vormittagsgruppe kam auf jeden Fall begeistert von ihrer Tour zurück.

  • Ob wir mit Robben geschnorchelt sind, erfährst du hier.

Kap der Guten Hoffnung – Zwischen Pavianen und Küstenlandschaft

Einmal am südwestlichsten Punkt Afrikas sein und eines der berühmten Erinnerungsfotos Südafrikas machen – mit der Aufschrift „Cape of Good Hope“.

Die Fahrt dorthin war schon aufregend: Erst blockiert im Nationalpark eine Pavianfamilie die Straße, dann spazieren zwei von ihnen auf unserem Autodach herum. Glücklicherweise verlassen die beiden Paviane unser Auto über die Motorhaube und den Beifahrerspiegel. Nun kann die Fahrt weitergehen.

Während mein Mann zum Kap der Guten Hoffnung fährt, schaue ich beeindruckt auf die malerischen Küstenabschnitte mit weißen Sandstränden vor einem blau leuchtenden Atlantik.

An dieser Sehenswürdigkeit einen freien Parkplatz zu finden, ist gar nicht so leicht. Zwischen Mietwagen und Reisebussen sind glücklicherweise vereinzelte Parkplätze frei.

Für das begehrte Foto müssen wir nun anstehen und warten, dabei kommen wir mit zwei Brasilianern ins Gespräch. Wie praktisch – so werden gegenseitig die Erinnerungsfotos gemacht.

Hinter dem Fotospot führt ein Wanderweg einen Hügel hinauf. Der Aufstieg zum Plateau ist nicht anspruchsvoll und bietet eine wunderschöne Aussicht auf die Landschaft des Nationalparks. Grüne Hänge sind von pinken Mittagsblumen bedeckt. Die Wellen schlagen mit voller Wucht gegen die schroffen Felswände, die an die raue Küste Irlands erinnern.

Hätten wir vorher gewusst, dass es hier so viele Wander- und Ausflugsmöglichkeiten gibt, hätten wir einen ganzen Tag für diesen Ausflug eingeplant.

Mein Fazit zu Kapstadt

Auch nach unserem zweiten Besuch haben wir noch nicht genug von dir, abwechslungsreiches Kapstadt. Einen Städtetrip mit Kultur, Abenteuern und Natur in dieser Vielfalt erleben wir auf unseren Reisen selten. Ein weiterer Vorteil dieser Region: Fast alle Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse liegen nur eine kurze Autofahrt voneinander entfernt.

8 Tipps für deine Kapstadt-Reise

Kapstadt hat uns mit seiner Vielfalt begeistert – aber vielleicht hast du noch einen ganz besonderen Tipp, der entdeckt werden sollte?

Schreib deine Erfahrungen gerne in die Kommentare. Ich freue mich darauf, von deinen Abenteuern, Lieblingsorten und Geheimtipps zu lesen.

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